Day 4 – 7 im Rückblick

In der Zwischenzeit sind wir glücklich in Bern eingelaufen, samt Conny, die am Freitagabend zu uns gestossen ist und trotz frischer Operation am Daumen und „Gstältli“ entgegen aller Empfehlungen in Nyon im Zelt übernachtet und den Samstag mit uns verbracht hat.

Zum Abschluss unseres Gigathlonblogs nun noch einige Erlebnisse

der letzen vier Gigathlonetappen.

4. Etappe von Chur nach Interlaken

Am 4. Tag, dem ersten Tag nach Connys Unfall, hatten wir uns wieder gefangen und nahmen nun die Herausforderungen zu viert in Angriff. Zum Glück besserte sich das Wetter von Tag zu Tag.

Schnee auf dem OberalpBeim Start von Chur über den Oberalp nach Seedorf erlebte Urs zwar bei Temperaturen um die 0° auf der Passhöhe nicht gerade hochsommerliche Verhältnisse und auch die Schwimmstrecke von Seedorf nach Iselten war bei 16° nichts für Warmduscher, sonder nur etwas für Eisenmänner wie Peppi.

Für die anschliessende Laufstrecke auf dem Weg der Schweiz von Iselten nach Buochs war das Wetter dann aber geradezu ideal. Die an sich schon Der steile Abstieg zum See ging in die Beinewunderbare Strecke wurde mir noch durch die Begleitung von Esther vom Couple-Team dos patates verschönert, mit der ich mich während unserer knapp 3-stündigen Bergwanderung/-lauf angeregt unterhalten habe. Herzlichen Dank an Esther für die Begleitung!

Anschliessend nahm Susanne die Inlinestrecke von Buochs nach Kerns unter die Rollen und Peppi begab sich bei nun wieder misslichen Schleiken statt Biken am Brünig

Wetterverhältnissen in seiner zweite Disziplin auf die Bike-Reise über den Brünig.

Leider verpassten wir Peppi gegen 21:00 im Ziel in Interlaken, was zu etlicher Verwirrung und Verstimmung im Team sorgte.

5. Etappe von Interlaken nach Leukerbad

Aam nächsten Tag war der Ärger vergessen und es ging wieder weiter. Diesmal machte Urs auf der verkürzten Schwimmstrecke (rund 14°!) den Anfang und übergab an Peppi, der mit seinem Velo den Grimsel bezwang und mir bei wunderbarem Sonnenschein den Chip für meine Bike-Tour aufs Dach des Gigathlons, den Saflischpass, übergab. Auf den letzten Höhenmetern hatte ich echt zu beissen, aber die rasante Abfahrt auf einem nicht enden wollenden Trail nach Brig entschädigte für den schweisstreibenden Aufstieg.

Berglauf nach Leukerbad bei herrlichem Sommerwetter

Nun übernahm Urs und kämpfte sich auf den Skates bei steifem Gegenwind das Rohnetal hinunter nach Turtmann. Susanne nahm die 1’000 Höhenmeter hinauf nach Leukerbad in Angriff. Auch sie war so schnell, dass sie vor uns im Ziel war und mit leicht vorwurfsvoller Miene und eingehüllt in eine Wolldecke auf uns wartete.

6. Etappe von Leukerbad nach Nyon

Da wir von Tag zu Tag die Strecken aufteilten, hatten wir in Turtmann über den Kopf von Susnne hinweg beschlossen, dass sie sich am Freitag auf den Inlines etwa ausruhen sollte und die spektakuläre Startetappe von Leukerbad nach Crans-Montana mir zugeteilt.

Nach 1'000 Höhenmeter ein sensationeller Ausblick aufs Wallis

Da ihr der Berglauf nach Leukerbad soviel Spass gemacht hatte, war sie von unserer Fürsorge aber nur mässig begeistert, musste sich aber, da das Velo und Bike für den nächsten Tag in Turtmann schon eingecheckt waren, in ihr Schicksal fügen. So nahm ich also den Weg nach Crans-Montana unter die Laufschuhe und durfte einen wirklich einmaligen Berglauf mit atemberaubender Kulisse erleben.

In Crans übernahm wieder Peppi mit dem Bike das Zepter und raste gen Martigny. Die als Erholung gedachte Inline-Strecke nach Ollon entpuppte sich als harter Kampf mit Gegenwind und schlechtem Belag. Zum Glück war Susanne im Ziel etwas ausser Atem, so dass sie ihrem Unmut über die Streckenzuteilung nur japsenderweise Ausdruck verleihen konnte.

Zur Abwechslung mal baden bei 21°

Und wieder übernahm Peppi das Schwimmen und drehte schwitzend im 21° warmen Baggersee von Ollon seine Runden. Schliesslich stieg Urs für eine „Feierabendtour“ von 116km auf Rennrad und brachte unser Team sicher nach Nyon.

Dort trafen wir auf die wieder ziemlich hergestellte Conny, die mit dem Zug angereist war. Unseren Vorlieben entsprechend teilten wir uns in Bett- und Zeltschläfer auf und verbrachten die letzte Gigathlonnacht entweder gediegen in der Villa von meinem Freund Thomas in Lutry (Urs und Susanne) oder gigathlonmässig zwischen Autobahnrauschen und Geschnarche im orangen Gigathlonzelt (Conny, Peppi und ich).

Schlussetappe von Nyon nach Bern

Eigentlich müsste man meinen, nach sieben Tagen Gigathlon sollte man langsam wissen, was es für die einzelnen Disziplinen so an Material braucht. Aber rund 20 Minuten vor dem Start klingelte mein Handy und Peppi teilte mir mit, dass er Schwimmbrille und Badekappe vergessen hatte. „Kein Problem“, sagte ich, packte die Utensilien und schwang mich aufs Rad. Einfach den anderen Velofahrern nach, hatte mich Peppi angewiesen, der schon von meinen phänomenalen Orientierungsfähigkeiten wusste. Komischerweise fand ich rund 10 Minuten später zwar die Wechselzone, aber weit und breit keinen Schwimmstart. Und wieso kamen da eigentlich laufend Singles und Couples im Neopren aus dem Wasser? Schliesslich dämmerte es mir: statt zum Schwimmstart war ich in die Wechselzone Schwimmen -> Velo gefahren… Inzwischen war es fünf vor Start. Ich rief also noch schnell Peppi an, bat ihn zu warten und raste dann im Tempo des Gehetzten von Nyon-Colovray nach Nyon Rive-est (ist ja auch wirklich kompliziert, zwei Orte die mehr oder weniger gleich heissen und erst noch Französisch!). Dort sah ich gerade noch den Schwimmstart und keinen Peppi mehr. „Badekappen und Schwimmbrillen sind eh für Schattenparkierer“ hat er sich wohl gedacht und ist ohne losgecrawlt.

Schwimmstart in Nyon

Also wieder zurück ins andere Nyon und auf Peppi gewartet. Mit leicht geröteten Augen kam er auch schon bald gerannt und schickte mich auf meine letzte Velotour nach Châtel-St-Denis. Endlich konnte man in Gruppen Windschättelen und ohne Rücksicht auf den nächsten Tag Vollgas geben. Wenn es auch manchmal mit all den Kurven, Steigungen und Dörfern recht hektisch wurde, war es doch eine Superstrecke, welche mich die Regenetappe vom Montag vergessen liess. Dass ich auf der Strecke Saskia vom Team No Limits überholte, gab mir natürlich zusätzlichen Schub. Schliesslich lieferten sich unsere Teams einen nicht ganz ernst zu nehmenden Zweikampf.

Urs übernahm (nicht ohne sich zuvor wegen Inlinen im Inline-Fahrverbot noch eine Zeitstrafe auf brummen zu lassen) und raste auf seinen neuen Inlines nach Bulle. Dort war wieder Peppi mit dem Bike dran. In Schwarzenburg herrschte eine super Stimmung und die Anfeuerungsrufe für die Biker hätten jeder Tour-de-France Etappe Ehre gemacht.

Nun trennten uns nur noch 28km vom Ziel. Susanne nahm die Strecke bei sengender Hitze in Angriff und kurz nach 19:00 konnten wir alle glücklich in Bern einlaufen.

Zieleinlauf in Bern

Es war geschafft – ein einmaliges Erlebnis mit vielen Hochs aber auch einigen Tiefs lag hinter uns. Mit einem feinen Znacht feierten wir unsere Heldentaten und machten uns anschliessen auf den Heimweg ins Leben nach dem Gigathlon.

Herzlichen Dank an alle Teammitglieder für ihren grossen Einsatz, Conny von Herzen gute Besserung und weiterhin viel Spass beim Sporttreiben – energize your life!

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3 Responses to Day 4 – 7 im Rückblick

  1. die jule sagt:

    Gratulation an die Finisher!! (auch wenns leider a.k. ist 😦 )
    Danke für Eure lustigen und informativen Gigathlon-Berichte. War spannend, „aus der Ferne“ mitzulesen und mitzuverfolgen!! Und ich als „echte Teutonin“ amüsiere mich natürlich auch über die Kommentare auf original Schwietzerdütsch (schreibt man das so?? ;-)) Gute Besserung an Conny und an alle gute Erholung!

  2. Wir müssen eben unserem Schwiizerdütsch sorge tragen, damit wir nicht sprachlich von unseren nördlichen Nachbarn überrollt werden…

  3. Marcel Kamm sagt:

    Liebe Gigawetzers
    Während der letzten Woche haben wir die Sache mit eurem Unfall gar nicht mitbekommen. Deshalb nachträglich gute Besserung und Chapeau vor eurem Kampfwille. Super, dass ihr euch selbst durch ein solch schlimmes Ereignis nicht unterkriegen liesst!!!
    Gute Erholung und bis bald,

    Marcel Kamm

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